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Individuelle Pflege und Betreuung

Die betagten Bewohnerinnen und Bewohner stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir respektieren ihre Persönlichkeit unter Einbezug ihrer Biographie und nehmen ihre Anliegen ernst. Wir legen Wert auf die Achtung der Privatsphäre und gehen auf die Bedürfnisse der Betagten ein.

 

Schwerpunkt in der Pflege

 

Validation

Das Betreuungskonzept besteht daraus, Kommunikationstechniken, in der Betreuung von anders orientierten Menschen anzuwenden. Validieren bedeutet, die Gefühle eines Menschen anzuerkennen und für wahr zu erklären. Durch ein gutes Einfühlungsvermögen wird versucht, in die innere Erlebniswelt des desorientierten Menschen vorzudringen. Dabei kommt es zum Aufbau von Vertrauen, Sicherheit, Stärke und Selbstwertgefühl. Verbale und nonverbale Signale der Desorientierten sollen aufgenommen und in Worten wiedergegeben werden.

 

Kinästhetik

Das Handlungskonzept Kinästhetik in der Pflege ermöglicht gesundheitsfördernde Verhaltens- und Bewegungsmuster zu lernen. Diese Ideen gelten sowohl für die Pfle-genden wie auch für den gepflegten Menschen.

Pflegende lernen die Grundsätze, um die eigene Bewegung und den eigenen Körper zur gezielten Unterstützung und Führung der Bewegung des Betagten zu nutzen. Der Betagte erlebt sich in die Pflegehandlung miteinbezogen und kann den Bewegungsablauf selbst kontrollieren. Dadurch wird er in der Erhaltung und Entwicklung der Grundlegenden menschlichen Funktion unterstützt.

 

Basale Stimulation

In der basalen Stimulation geht es darum, die Wahrnehmung von Menschen zu fördern, und zwar auf verschiedenen Ebenen; zum Beispiel beim Spüren durch Berührungen, beim Sehen durch visuelle Anreize, beim Riechen durch Düfte und beim Hören durch Geräusche, Musik oder Stimmen. Die Wahrnehmungen auf diesen vier Ebenen hat jeder Mensch von Geburt an; sie können aber verloren gehen, wenn beispielsweise Beeinträchtigungen in der Bewegung oder in der Kommunikation vorhanden sind.

 

Bezugspflege-Beziehungspflege

Wir pflegen nach dem Prinzip Bezugspflege. Das heisst, es werden allen Pflegefachkräften bestimmte Bewohner unterschiedlicher Pflegestufen zugeordnet. Für diese Bewohner tragen die Fachkräfte die Verantwortung. Sie sind in ihrem Dienst für die Pflege dieser verantwortlich und kümmern sich in deren Belange.

Bezugspflege ist ein Pflegesystem, in dem die Pflege der Beziehung zum Bewohner im Vordergrund steht.

 

Aktivierung

Die persönliche Selbständigkeit des Pflegebedürftigen soweit wie möglich zu erhalten, zu verbessern und wiederherzustellen ist das Anliegen der aktivierenden Pflege.  Durch Üben der körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten soll den Folgend des Altersabbaus vorgebeugt werden.

 

Sterbebegleitung

Sterben gehört zum Leben. Auch – und gerade – in diesem Lebensabschnitt begleiten wir unsere Bewohner. Wir nehmen die Bedürfnissen, Ängste und Hoffnungen des Bewohners in dieser letzten Lebensphase wahr und berücksichtigen neben körperlichen auch psychosoziale und spirituelle Aspekte. Dies zeigt sich in schmerzlindernder Palliativpflege und Palliativmedizin. Die Angehörigen werden als Betroffene einbezogen – auch in der Zeit der Trauer vor, während und nach dem Sterbefall.

 

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